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Die größten Eisenbahnräuber der Geschichte und die Lokomotivführer

Das Bahnmanagement, darin unterstützt auch von Kurt Beck, vielen in der SPD und dem DGB, natürlich von den meisten Medien, malt das Horrorszenario eines Bahnstreiks an die Wand. Dennoch steigt die Zustimmung zum Streik der Lokomotivführer. Wer möchte schon, dass sein einstiger Traumjob schlecht bezahlt wird!
Mit 1500 € netto im Monat fängt es an. Nicht viel für einen verantwortungsvollen Job mit miserablen Arbeitszeiten. Seit der Bahnreform 1994 sind dazu die Löhne um fast 10 % gesunken.
Bahnchef Mehdorn dagegen „verdient“ 250.000 €. Allerdings im Monat und mit stark steigender Tendenz!
Mehdorns überbezahltes Sprachrohr Margret Suckale, „verdient“ sie wirklich 1,7 Mill. € im Jahr?, müht sich vergebens, Volkes Stimme gegen die Lokführer zu wenden. Denen bietet sie eine Einmalzahlung von 2000 € an, aus Geldern für noch nicht bezahlte Überstunden! Für zwei Kündigungen und 50 Abmahnungen an streikende Lokführer ist die Leiterin des Rechtsbereichs der Deutschen Bahn inzwischen auch verantwortlich.
Aber es geht nicht nur um die Löhne der Lokführer. Das die Bahn alle juristischen Möglichkeiten nutzt, das Streikrecht auszuhebeln, hat noch einen ganz anderen Grund: Die Privatisierung der Bahn steht bevor. 49 % des rund 180 Mrd. € wertvollen „Staatsunternehmens“ sollen für weni-ger als 10 Mrd. € an private Investoren, Fonds oder Gasprom verscherbelt werden. Der sicher größte Raub der Eisenbahngeschichte! Der Beschluss der SPD, lieber 25 % der Aktien als Volksaktien zu verkaufen, ist der Gipfel der Dreistigkeit.
Viele Generationen haben das Unternehmen Bahn aufgebaut. Der Aufbau wurde durch unsere Arbeit, unsere Steuergeldern und unsere Fahrgelder ermöglicht. Jetzt sollen wir das Ergebnis jahrzehntelangen Mißmanagements noch mal bezahlen, die Profite der Zukunft sichern und „Volksaktien“ ohne Stimmrecht kaufen?
Da gibt es nichts zu diskutieren!
Warum auch? Der Straßenverkehr steht durch die rasante Zunahme des Güterverkehrs vor dem Kollaps. Der Bahngüterverkehr kriecht, ohne Streik, mit 6 bis 17 km/h nach Frankreich.  Der Grund sind stillgelegte Strecken und fehlendes Material. Dazu die Klimakatastrophe.
Der Traumberuf hat ohne Zweifel Zukunft!
Ja zum Streik der Lokführer und Nein zur Privatisierung der Bahn.
Der Güterverkehr gehört auf die Schiene, der Personenverkehr muß ausgebaut werden.
Mehr Investitionen in die Bahninfrastruktur, in Züge, Sicherheit, Umweltschutz und Bahnhöfe.
Mehr Züge mit kürzeren Taktzeiten.
Mehr Personal auf den Bahnhöfen und in den Zügen
Mehr Ausbildungsplätze, besonders für LokomotivführerInnen.
Die Bahn gehört uns!
Mehr zum Bahnstreik unter http://www.bahnstreik-soli.de


Petra Gotthardt, Michael Pusch, Almuth Wessel, Marco Lehmann, Peter Ritsche,
Almut Langer, Nicole Sanker, Karin Müller, Fritz Ludwig, Gerhard Piel
Kreisvorstand DIE LINKE.GÜTERSLOH