DIE LINKE.
KREISVERBAND GüTERSLOH
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Sprecherin: Almut Langer
Sprecher: Michael Pusch
Am Donnerstag veranstaltete Verdi eine Podiumsdiskussion mit den Landtagswahlkandidaten der vertretenden Parteien. Für DIE LINKE Gütersloh war Johann Roumee gekommen. Unser Landtagskandidat für den Wahlkreis 95. Es handelte sich um eine Veranstaltung zum Kinderbildungsgesetz das seit dem 1.8.2008 das Nachfolgegesetz zum GTK darstellt. Zum Anfang der Veranstaltung brachte Gerhard Stranz unsere Positionen und die Positionen der meisten pädagogischen Kräfte und Eltern auf dem Punkt:
Das Kinderbildungsgesetzt führt bis heute zu drastischen Belastungen für Eltern, MitarbeiterInnen, Träger, und Kommunen. „Es haben sich die Arbeitsbedingungen für ErzieherInnen durch das KiBiz verschlechtert. Durch die völlige Vorgabe von Standards in den Einrichtungen, ist ein Erzieher - Kind Verhältnis nicht mehr gesichert. Die Vor und Nachbereitungszeiten sowie Zeiten für die Erfüllung neu hinzu gekommener Aufgaben sind nicht mehr zu erfüllen, so Johann Roumee.
Nach dem KiBiZ bleiben zwei Vollzeitkräfte (Eine Erzieherin und eine Ergänzungskraft) bei einer Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche, gerade 40 Minuten am Tag für die pädagogische Vor – und Nachbereitungszeit sowie Verwaltungsarbeit bei immer größer werdenden Gruppen. „Vor dem Gesetz konnten wir noch allen Kindern gerecht werden, aber wie sollen wir das noch bei weniger Mitarbeitern und immer größeren Verwaltungsaufwand.“ so eine Erzieherin aus dem Publikum mit über 30 Jahren Berufserfahrung.
„Das Gesetz degradiert die frühkindliche Bildung zur Kinderverwahrung“ so Marco Lehmann (Erzieher in Ausbildung). „Die Linke plädiert für eine Revision des Gesetzes und die Abschaffung des Elternbeitrags und lehnt eine Erhöhung wie in Gütersloh entschieden ab. Auch muss die Anzahl der Kinder pro Gruppe im Gesetz festgeschrieben werden und die Anzahl der Kinder pro Tagespflege darf 5 Kinder nicht überschreiten. Nur so kann eine aktive Bildungsförderung aller Kinder gewährleistet werden, so Lehmann abschließend.